BTA Projekte

Eigene Projekte und Produkte

In der akademischen Lehre, beruflichen Weiterbildung, aber auch bei Ausbildungsberufen stehen eHealth oder Inhalte aus der Gesundheitstelematik hoch im Kurs. Gemeinsam mit namhaften Trägern bieten wir zertifizierte Weiterbildungen bundesweit als eLearning-Kurs an.

Wie Telemedizin im medizinisch-therapeutischen Alltag eingesetzt wird, ist im Showroom anhand realitätsnaher Szenarios zu sehen. Besucher erleben hier verschiedene Notfallsituationen, eine ambulante und stationäre Versorgung, aber auch den Einsatz telemedizinischer Technologien in der Reha, im Pflegebereich sowie im eigenen Zuhause.

Tagesaktuelle Informationen und Videos rund um eHealth und Telemedizin sowie anderen Bereichen der Gesundheitsversorgung finden sich übersichtlich und komprimiert auf der Webseite www.gesundheitsportal.bayern – der zentralen Informations- und Service-Plattform für alle an Gesundheitsthemen Interessierten, für Patienten, Ärzte oder Gesundheitsdienstleister.

Der von uns initiierte Fachkongress “Bayerischer Tag der Telemedizin (BTT)” hat sich mittlerweile als der größte Telemedizinkongress im süddeutschen Raum etabliert. Er ist Expertentreff und Informationsbörse gleichermaßen. Ärzte sowie Vertreter aller Sparten des Gesundheitswesens, aus Politik und Industrie, informieren sich dort und diskutieren über aktuelle Trends, Entwicklungen und  neueste telemedizinische Technologien.

Doccura ist eine Online Video-Sprechstunde und bietet eine Plattform für Arzt und Patient unter Einsatz von Video Kommunikation.
Die Online Video-Sprechstunde dient dem Erstkontakt, für Zweitmeinung und Nachsorge. Mit Doccura sparen Sie sich die Anfahrt und können Ihren Arzt von überall erreichen. Sie verbringen keine Zeit im Wartezimmer und können Ihren Arzttermin ortsunabhängig perfekt in den Alltag integrieren.

Das Projekt SPeed – „Sektorenübergreifende Pflegeakte zur effizienten und effektiven Pflegedokumentation und Versorgung“ ermöglicht eine bessere intersektorale Zusammenarbeit. Durch die Vernetzung von stationären Einrichtungen, wie Alten- und Pflegeheime, mit niedergelassenen Ärzten soll die ärztliche Versorgung von pflegebedürftigen Patienten verbessert werden. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Die Pillenfee vernetzt Patienten mit Ärzten, Apotheken und Versicherungen. Der digitalisierte Prozess der Pillenfee umfasst den gesamten Ablauf – begonnen bei der Rezeptverordnung über die Medikamentenbeschaffung bis hin zur Abrechnung. Der Initiator und Entwickler der Pillenfee ist Metafinanz. Die Pillenfee setzt zwei digitale Konzepte um, zum einen das elektronischen Rezept und zum anderen den digitalen Medikationsplan. Das elektronische Rezept löst den heutigen analogen Rezeptprozess ab, da alle Prozessschritte von der Ausstellung über die Einreichung bis hin zur Abrechnung digital umgesetzt werden. Hierbei kommt die Blockchain-Technologie zur Anwendung.

Das Online-Therapieprogramm deprexis® 24 bietet bei unipolarer Depression oder depressiver Verstimmung eine wirksame Therapieunterstützung – auch bei stationärer Psychotherapie. Das Programm vermittelt Schritt für Schritt grundlegendes Wissen über die Erkrankung und leitet dazu an, wirksame Techniken für sich zu nutzen. Man lernt beispielsweise, wie man am besten negative Gedanken umgehen und wie man sich bewusst entspannen kann, um wieder gelassener zu werden. Unterstützende E-Mails oder SMS vertiefen die Kerngedanken der jeweiligen Übungen.

Im Projekt “Rücken innovative Schmerztherapie mit e-Health für unsere Patienten” (Rise-uP) wird systematisch untersucht, wie die bislang oft wenig effektive Behandlung von Rückenschmerzen verbessert werden kann. Maßstab sind hierbei die Vorschläge der Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz. Rise-uP besteht aus einem Therapienavigator mit elektronischer Dokumentation und enthaltenen Behandlungsvorschlägen für alle Arten von Patienten, der Vernetzung der verschiedenen Ärzte über Telemedizin zum Austausch aller Informationen und der ständigen Einbindung der Patienten über eine Rücken-App.

Durch regional unterschiedlich auftretende Effekte bei der ärztlichen Niederlassung sinkt die augenärztliche Versorgung auf dem „flachen Land“. Es wird geschätzt, dass es bis zum Jahr 2020 durch Verdünnung der augenärztlichen Versorgung zu einer Versorgungsabnahme von ca. 11 % und es zu einer Zunahme von augenärztlich versorgungsbedürftigen Personen kommen wird. Die augenärztliche Versorgung sollte mit einem mobilen telemedizinischen Augenuntersuchungssystems regional an den Bedarf angepasst werden.

Digitale Anwendungen, die speziell für die Sprachtherapie konzipiert und entwickelt wurden, können sowohl den Therapeuten in seiner täglichen Arbeit unterstützen als auch Patienten die Möglichkeit zum selbstständigen Üben bieten. Dabei sind die Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität sehr hoch, denn Patienten sollten individuell für sie ausgewählte Übungsinhalte vollkommen selbstständig üben können. Im Projekt neolexon der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsycho­logie (EKN) wurde in einem interdisziplinären Team aus Informatikern und Sprach­therapeutinnen ein digitales, voll individualisierbares Therapiesystem für Patienten mit Aphasie und/oder Sprechapraxie entwickelt.

Überleitungsmanagement

Der Übergang von Patienten von der stationären Versorgung in weiterführende Versorgungsarrangements stellt angesichts des Bedeutungsgewinns chronischer Krankheiten, der wachsenden Fallschwere und der veränderten Versorgungsnetze in der ambulanten und Langzeitpflege eine wichtige gesundheitspolitische Herausforderung dar. Ziel des Projektes „Digitales Überleitungsmanagement“ ist vor diesem Hintergrund eine Verbesserung der Qualität und Effizienz der Überleitung von Patienten vom stationären in den ambulanten Bereich bzw. in stationäre Pflegeeinrichtungen im Sinne der §§ 39 Abs. 1a sowie 11 Abs. 4 SGB V. Durch Integration einer cloudbasierten Lösung (Plattform zum Daten- und Informationsaustausch zwischen Kliniken und Anschlussversorgern) in den Entlass- und Versorgungsprozess soll eine unterbrechungsfreie Behandlungs- und Versorgungskette unterstützt werden, so dass am Entlassungstag aus der Klinik ein nahtloser Übergang des Patienten in die Anschlussversorgung gewährleistet ist.  Die Plattform ermöglicht es Kliniken, die nach der Entlassung eines Patienten erforderlichen Leistungen frühzeitig (d.h. noch während des Krankenhausaufenthalts) digital bei grundsätzlich allen nachgelagerten Versorgungseinrichtungen anzukündigen bzw. zu buchen.

Behandlungsdaten im Zugriff – zur richtigen Zeit am richtigen Ort (Bezug)

Das Projekt BeZug verfolgt das Ziel, die Kompetenz von Ärzten zu steigern. Diese sollen mit Hilfe von besseren Möglichkeiten zur Versorgung ihrer Patienten und zur Erzielung von Einsparpotenzialen effektiver im Gesundheitswesen in Bayern und in Deutschland arbeiten können. Eine direkte Wirkung bei den Bürgern/Patienten soll im Rahmen einer verbesserten und gesicherten Versorgung erreicht werden. Um zu diesem Ziel zu gelangen, findet ein automatischer Informationsaustausch zwischen Ärzten und Apothekern statt. Auf diese Weise wird die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) optimiert und so die Diagnostik und Therapie der Patienten verbessert. Wesentliche Forschungsaspekte sind der Test, die Evaluation und die Begleitung der Implementierung neuer sicherer automatischer elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten unter medizinischen Leistungserbringern in die Regelversorgung. Dies geschieht unter erweitertem Einschluss der Patienten. Untersucht wird, welche qualitative Steigerung der Gesundheits- bzw. Pflegeversorgung durch eine vollautomatische elektronische Datensynchronisation zwischen allen Behandlern/Leistungserbringern eines bestimmten Patienten erreicht werden kann. Nachgewiesen werden sollen die Erhöhung der Dokumentationsqualität, Verminderung beim Ressourcenverbrauch, Verbesserung der Patientensicherheit mit Schwerpunkt „sichere Medikation und Vermeidung von Kontraindikation/en“ sowie die weltweite Verfügbarkeit von Notfalldaten. Das hier zum Einsatz kommende Arztinformationssystem „AIS-aLIVE“ von aLIVE-Service GmbH ermöglicht die vollautomatische Praxisübergreifende Synchronisation von Patienten-individuellen Behandlungsdaten und/oder die Praxisübergreifende Kontraindikationsprüfung bei der Medikation.

Erweiterung der „Sektorenübergreifende Pflegeakte zur effizienten und effektiven Pflegedokumentation und Versorgung“ um telemedizinische Anwendungen

Im Bereich der Altenpflege kann die Digitalisierung neue Potenziale zur Ergänzung und Erleichterung der alltäglichen Arbeit mit sich bringen bzw. einen nicht unerheblichen Beitrag zur qualitativen und monetären Verbesserung der Versorgung leisten. In diesem Zusammenhang wurde durch die o.g. Evaluation des Pilotprojekts ersichtlich, dass die Versorgung von Pflegheimbewohnern durch telemedizinische Innovationen, welche ergänzend zu der bereits etablierten Pflegeakte zum Einsatz kommen, noch weiter bzw. nachhaltiger verbessert werden kann. Durch das Pilotprojekt Speed wurde zudem bereits eine Basis geschaffen, auf der weitere technische Systeme in einen umfassenden Versorgungsprozess integriert werden können. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird nun für das Folgeprojekt „SPeed 2.0“angestrebt, die bereits erfolgreich etablierte elektronische Patientenakte durch weitere telemedizinische Anwendungen und Prozesse (z.B. einer Videosprechstunde, telemedizinische Blutdruckmessgeräte, kabellosen Mehrkanal-EKG-Geräten, Intelligenten Waagen, Fallsensoren, Notfallarmbänder) zu erweitern.