Baar-Ebenhausen, 21.03.2019 Mehrere hundert Besucher und rund 70 hochkarätige Referenten und Moderatoren machten auch in diesem Jahr den Bayerischen Tag der Telemedizin (BTT) wieder zu einem vollen Erfolg.

Die nunmehr siebte Auflage des Kongresses stand unter dem Motto „Digitale Gesundheit und Pflege – die Zukunft ist jetzt!“. In den zahlreichen Foren, Workshops und Ausstellungsbereichen konnten sich die Teilnehmer im „MTC – world of fashion“ in München ein aktuelles Bild davon machen, wie sehr sich die Bereiche Gesundheit und Pflege durch die digitale Transformation bereits verändert haben – und noch weiter verändern werden.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass wir bereits heute in der digitalen Zukunft angekommen sind – dass es aber dennoch weiterer Anstrengungen und digitaler Innovationen bedarf, damit Deutschland seinen Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft ein leistungsfähiges und finanzierbares Gesundheits- und Pflegewesen zur Verfügung stellen kann. In diesem Sinne betonte die Schirmherrin des Kongresses, die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml MdL, in ihrer Grußbotschaft: „Die digitale Zukunft ist längst unsere Gegenwart. Es gibt aber noch viel zu tun“, und forderte dazu auf, die Zukunft gemeinsam zu gestalten – und zwar jetzt.
Einen Schritt in diese Richtung stellt der Bayerische Innovationspreis Gesundheitstelematik (BIG) dar, der seit 2015 im Rahmen des BTT verliehen wird. Mit diesem werden besonders herausragende Projekte und Versorgungslösungen aus den Bereichen digitale Gesundheit und Pflege ausgezeichnet. Bei rund 60 eingereichten, hochinnovativen Bewerbungen fiel der unabhängigen Expertenjury die Entscheidung nicht leicht.

Den ersten Platz erzielte das Projekt „deepc“. Hierbei geht es um die die Entwicklung eines Diagnostic Decision Support Systems mit künstlicher Intelligenz, welches pathologisches Gewebe automatisiert erkennt und dringende Fälle priorisiert. Mit dem zweiten Platz wurde der „Mobile Kommunikationsassistent (MobiKA)“ gewürdigt. Bei diesem handelt es sich um einen mobilen, multifunktionalen Roboter zur informatorischen Unterstützung älterer und pflegebedürftiger Personen im Alltag. Auf den dritten Platz schaffte es die Innovation mit der Bezeichnung „Pathologie 4.0“. Dahinter steht der Ansatz, Pathologielabore zu digitalisieren und zu vernetzen, wodurch die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Krebsdiagnosen erhöht wird, und gleichzeitig die Effizienz und Rentabilität von Laboren gesteigert werden kann.

Wie die Gestaltung der digitalen Zukunft aussehen kann, wurde auch im Rahmen eines Start-up Live Pitches ersichtlich. Hierbei konnten die Kongressbesucher mittels eines Online-Voting-Systems über die ihnen von jungen Unternehmen vorgestellten Ideen zur Weiterentwicklung einer digitalen und damit innovativen Gesundheits- und Pflegeversorgung abstimmen.

Am Ende des Kongresstages zeigte sich Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen Telemedallianz, sehr zufrieden mit der Veranstaltung und hob hervor: „Ich freue mich sehr darüber, dass durch die vielen informativen Vorträge, konstruktiven Diskussionen und anregenden Gespräche der Bayerische Tag der Telemedizin wieder wichtige Impulse zur Digitalisierung des Gesundheits- und Pflegewesens und damit zur Verbesserung der Patientenversorgung setzen konnte.“ Er fügte hinzu: „Allein schon die positiven Rückmeldungen, die wir heute erhalten haben, sind Grund genug, auch im kommenden Jahr wieder einen Bayerischen Tag der Telemedizin durchzuführen, und das Veranstaltungsformat kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Impressionen vom 7. Bayerischen Tag der Telemedizin sowie eine ausführliche Beschreibungen der BIG-Preisträger finden Sie auf der Homepage des Kongresses unter www.telemedizintag.de. Auch die Vorträge der Referenten werden dort in Kürze zum Download zur Verfügung gestellt.

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